Der Specht: BAUMEISTER OHNE KOPFSCHMERZEN

Wenn man aufmerksam durch die Natur geht, kann man mitunter das Klopfen eines Spechtes hören. Mit seinem Schnabel „trommelt“ er gegen Baumstämme um Futter zu finden, Nisthöhlen zu „zimmern“, sein Revier zu markieren oder Weibchen anzulocken. Um hierbei keine „Kopfschmerzen“ zu bekommen, besitzt der Specht besondere Anpassungen: Dazu gehört ein starker, gerader, kantiger Schnabel, der eine federnde Verbindung zum Schädel besitzt. Die meisten Spechtarten ernähren sich von Insekten, die sie in oder unter der Baumrinde und in morschem Holz finden.

Spechte sind Höhlenbrüter, diese zimmern sie selbst oder nutzen bereits vorhandene Höhlen. Außerdem bewegen sie sich fast nur kletternd oder hüpfend auf dem Boden und fliegen ungern weite Strecken. Spechte sind an alte Waldbestände mit viel Totholz gebunden. Durch eine Intensivierung in der Forstwirtschaft und das Abtransportieren oder Verwerten von Holz schwindet ihr Lebensraum. Im Nationalpark Bayerischer Wald gibt es neben den weit verbreiteten Spechtarten wie Buntspecht, Schwarzspecht und Grünspecht auch seltene Arten wie den Weißrückenspecht und den Dreizehenspecht. Die natürliche Walddynamik hier im Nationalpark schafft gute Bedingungen für fast alle heimischen Spechtarten, da sie dank hohem Totholzanteil immer genug Brutmöglichkeiten und Nahrung finden.

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