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Das Birkhuhn (Lyrurus tetrix) war bis vor einige Jahrzehnte ein typischer Bewohner der Moore im bayerisch-böhmischen Grenzgebirge. Es ähnelt seinem nahen Verwandten dem Auerhuhn sehr, ist jedoch deutlich kleiner. Der prächtige Birkhahn - auch Spielhahn genannt - ist gut an den in Lyraform gebogenen Schwanzfedern zu erkennen. Die Hennen sind schlicht braun und schwarz gefleckt, denn als Bodenbrüter müssen sie gut getarnt sein. Die Balz ist ähnlich spektakulär wie die des Auerhahns. Das Birkhuhn benötigt als Lebensraum offene Landschaften mit einer ausreichenden Menge an Birken, von deren Knospen und Samen es sich ernährt. Weil viele Moore bei uns trockengelegt wurden, um sie als Felder für die Landwirtschaft zu nutzen, finden die etwa Haushuhn großen Birkhühner bei uns immer weniger geeignete Lebensräume. Mit dem Ende der kleinbäuerlichen Landwirtschaft verschwand auch das Birkhuhn zunehmend aus unseren Naturräumen.
Heute ist das Birkhuhn in Deutschland fast ausgestorben. Im Bayerischen Wald gibt es noch einige kleine Restpopulationen. Im Nationalpark Šumava, und dort vor allem in der Umgebung von Horská Kvilda, findet das anspruchsvolle Birkhuhn in den großen Moorgebieten noch geeignete Lebensräume. Der Bestand, der
auf ca. 40 – 50 Brutpaare geschätzt wird, ist aber auch hier bedroht.
Mehr Informationen zum Birkhuhn erhalten Sie hier, auf den Seiten des Naturparks Bayerischer Wald.